In früheren Artikeln habe ich dem Leser die Zwickmühle der palästinensischen Lage und ihre Schwierigkeit und die Gründe für den Verlust des politischen Kompasses der Führung des palästinensischen Volkes vor Augen geführt. Und ich habe ebenso mehrfach betont, dass das palästinensische Volk eine Kraftsäule hat, keinen dritten dazu, in seinem Konflikt mit dem Besatzer und unter den regionalen und weltlichen Entwicklungen, und zwar: der Wille des palästinensischen Volkes und seine Einheit.

Zu den wichtigsten Künsten der Verwaltung politischer Konflikte, die jeder Politiker-Azubi beherrscht, gehört, dass sich die politische Führung eines Volkes mit den Kraftsäulen, die ihr zur Verfügung stehen, befestigt, bevor sie schicksalhafte politische Schlachten führt – sonst wird die Bewegung entweder zu einer Kapitulation und einem Verkauf der nationalen Interessen oder zu einem billigen politischen Selbstmord.

Die palästinensische Führung unter Präsident Mahmud Abbas lässt keine Gelegenheit aus, ohne zu betonen, dass sie mit aller ihr verliehenen Kraft an den Verhandlungen mit der Besatzung festhält. Diese falsche Überzeugung, gebaut auf der Hypothese „des Drucks der westlichen Regierungen auf die Besatzung“, ist trotz aller schändlichen Taten der Besatzung gegen das palästinensische Volk und sein geraubtes Land in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht erschüttert worden. Besiedelung, Landraub, tägliche Tötung und Einschüchterung, Verhaftung und Liquidierung von Führungen – das ist nur eine kleine Stichprobe der Begriffe, mit denen wir die Phase der sinnlosen Verhandlungen beschreiben können. Am Ende wurden die Verhandlungen und was daraus hervorgegangen ist, eine palästinensische Behörde, unterstützt durch Sicherheitskoordination, nichts als das Maulbeerblatt, das die Schamstelle der Besatzung bedeckt.

Es ist an der Zeit, eine neue Seite aufzuschlagen mit einer klaren Strategie zur Vertreibung der Besatzung.

Die gescheiterten Verhandlungen einerseits und die sinnlose Beschwichtigung andererseits und das Festhalten an beiden durch Teile der verschiedenen palästinensischen Fraktionen sind nichts als eine Flucht vor den Verpflichtungen der Phase und eine Flucht davor, passende Antworten auf die krisengeschüttelte palästinensische Lage zu finden. Denn die palästinensische Führung hat versagt, die faschistische Wirklichkeit des Besatzungsstaates und die Verhärtung, die die israelische Gesellschaft durchläuft, zu nutzen, um einen politischen Angriff zu beginnen, unterstützt durch den volkstümlichen Kampf gegen die Besatzung und ihre Politik.

Die Fraktionen des palästinensischen Widerstands von ihrem äußersten linken bis zu ihrem äußersten rechten Flügel begrüßten den Volkskampf und besangen die Heldentaten von Kufr Qasem und Bilin und anderen Dörfern, die sich seit Jahren der Besatzung mit den Körpern ihrer Söhne und Töchter entgegenstellen, und damit eine neue Epopöe des Kampfes in der Geschichte des palästinensischen Widerstands aufgeschrieben, die auf ein gewaltiges Mitgefühl der Weltöffentlichkeit stieß, das jenem Mitgefühl und Verständnis für die palästinensische Lage in der Zeit der ersten Intifada gleicht, bevor ihre Errungenschaften als Opfer auf dem Altar des Weißen Hauses dargebracht wurden. Die palästinensischen Fraktionen, islamische und nationale zusammen, haben nur wenig Erwähnenswertes geleistet, um den Volkskampf zu unterstützen, und all ihre schallenden Reden blieben Tinte auf Papier!

Die Befreiungsbewegungen der Welt, von Vietnam bis Südafrika, erkannten die Wichtigkeit, Kampf- und politische Strategien zu zeichnen, die zu jeder Phase des Kampfes passen. Diese Bewegungen hatten Erfolg in ihrem Kampf gegen den Kolonialismus und die Besatzung durch die Meisterschaft der Gleichung des politischen Angriffs, genährt durch die Unterstützung des Volkskampfes und des bewaffneten Kampfes, jeder zu seiner Zeit – und nicht durch die Spontaneität eines tödlichen Kampfes, wie ihn die Fraktionen des palästinensischen Widerstands in den letzten Jahren verfolgen.

Die Linke, verkörpert durch die Demokratische und die Volksfront, ebenso die Strömungen des politischen Islam, klammern sich weiterhin an den bewaffneten Kampf und lassen das Glied des Volkskampfs aus, trotz ihres Wissens, dass der bewaffnete Kampf nicht mehr als ein Opium ist, um das Gewissen des Volkes zu beruhigen und seine Gefühle zu kitzeln. Und die palästinensische Behörde hat alle ihre Eier in den Korb der sinnlosen Verhandlungen gelegt, obwohl sie weiß, dass sie eine Zeitvergeudung ist – für das Volk und seine Sache – und ein sehr profitabler Gewinn für die Besatzung, um ihr koloniales Programm im historischen Palästina fortzuführen.

Es zeigt sich klar der Bankrott der palästinensischen Behörde politisch, indem sie die Gewinne fallen ließ, die aus der UN-Anerkennung des Staates Palästina als Beobachterstaat in den Vereinten Nationen hätte geerntet werden können, und diese kostbare Munition in gescheiterte abbasidische Taktiken verpuffte, und den Eintritt in Verhandlungen, die der Besatzung Zeit verschaffen, gegen die Freilassung einiger Freiheitsgefangener oder das falsche temporäre Einfrieren der Besiedlung eintauschte – all das ist nur eine Bestätigung des Verlusts des Kompasses und des Steuermanns im politischen Schiff der Palästinenser.

Die zionistische Führung hat in den letzten zwei Jahrzehnten unter dem Deckmantel der sinnlosen Verhandlungen erfolgreich die Weltöffentlichkeit davon überzeugt, dass das palästinensische Rückkehrecht das Ende der Existenz ihres „jüdischen Staates“ bedeuten würde, und sie hatte auch Erfolg darin, die palästinensische Führung in den Taumel der Zahlen zu führen, bevor sie in den Kern der Sache geht und die Gespräche auf soliden Grundlagen eröffnet. Die Frage nach wem und wann ihm die Rückkehr zusteht, ist in den internationalen Gebräuchen und Gesetzen enthalten und ist kein Diskussionsgegenstand zu Beginn der Gespräche. Die palästinensische Führung hätte zu Beginn und vor allem fordern müssen, dass der zionistische Staat und seine Helfer aus den kolonialen Staaten ihre historische Verantwortung für die Katastrophe anerkennen, die das palästinensische Volk betroffen hat. Nach diesem Eingeständnis beginnt die Diskussion, wie die Rückkehr für die Vertriebenen und ihre Angehörigen zu verwirklichen ist, und die Zahlendiskussionen beginnt. Das zionische Argument vom „demografischen Risiko“ ist ein Spielzeug, dessen Aufdeckung das Leichteste war und ist, und niemand weiß, warum die palästinensische Führung dieses Gewinnblatt nicht genutzt hat. Es genügt hier, dass die palästinensische Behörde fordert, dass Israel die Rückkehr der Dreihundert und mehr Flüchtlinge erlaubt, die im jüdischen Staat wohnen. Diese Flüchtlinge sind zwangsweise Bürger im zionistischen Staat, und ihre Rückkehr in ihre Dörfer, aus denen sie vertrieben wurden und deren Landgründe zum größten Teil Musha'a sind und weder bevorzugen noch verändern in der demografischen Struktur Israels. Und das Nützlichere von all dem ist, dass die palästinensische Führung auch erkennen müsste, dass einige palästinensische Flüchtlinge in den besetzten Gebieten von 1948 Erfolg hatten, ihr Rückkehrecht vor dem zionistischen Gericht zu erzwingen – nur dass die zionistischen Regierungen seit Jahrzehnten sich weigern, den Beschluss ihres eigenen Justizapparats umzusetzen! Warum also schont die palästinensische Behörde die Schamstelle der israelischen „Demokratie“ und deckt sie nicht in den internationalen Gremien auf?

Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: Die palästinensische Behörde ist politisch bankrott, und ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihre Entlassung einzureichen und die Akte der nationalen Sache an den legitimen und einzigen Vertreter des palästinensischen Volkes zurückzugeben, nämlich die PLO. Und die lebenswichtigen Verantwortlichkeiten der Bürger des besetzten Palästina in die Hände der Besatzung zurückzugeben. Nur so und mit einem Schritt rückwärts kann die palästinensische Führung die Wirklichkeit klar sehen und eine neue Kampf- und politische Strategie zeichnen, um die Besatzung zu vertreiben.

Die Auflösung der palästinensischen Behörde jetzt ist die Lösung!!!